Drei herausfordernde Psalmen – Zac Poonen

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(Three Challenging Psalms)
Psalm 1 beschreibt den gesegneten Mann, der sündige Wege meidet und über Gottes Wort nachsinnt. Es reicht nicht, nur das Böse zu meiden. Ein Herz, das vom Bösen gereinigt ist, muss mit Gottes Wort gefüllt werden. Tag und Nacht über Gottes Wort nachzusinnen, bedeutet, beständig über das Wort nachzudenken, das wir gelesen haben, und es in unser Herz sinken zu lassen – in der gleichen Weise, wie unser Essen innerhalb vieler Stunden verdaut wird und in Blut, Fleisch und Knochen verwandelt wird. Wir verbringen nur sehr wenig Zeit damit, tatsächlich zu essen. Aber der Verdauungsprozess dauert Stunden. Wir verbringen also vielleicht nur kurze Zeit damit, Gottes Wort zu lesen. Aber das Nachsinnen darüber ist wichtig. Wenn wir es so machen, werden wir sein wie Bäume, gepflanzt an Wasserbächen, die immer Frucht bringen, und was immer wir tun, wird uns gelingen. Gottes Segen wird auf dem Werk unserer Hände sein und auf den Worten, die wir sprechen. So sollen wir nach Gottes Willen alle leben.

Psalm 4 – Wir werden hier vor der Sünde des Zorns gewarnt: „Erbebt, aber sündigt nicht” (Ps 4,5) wird in Epheser 4,26 zitiert und lautet dort: „Zürnt ihr, so sündigt nicht”. Aber leider wird der Rest von Vers 5 in Epheser nicht zitiert: „Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager und seid still”. Das ist ein guter praktischer Ratschlag. Wenn du Zorn durch Gottes Gnade überwinden kannst, dann ist das das Beste. Aber wenn du noch nicht so weit bist, dann ist es das Zweitbeste, dich so lange auf deinem Bett hinzulegen, bis du dich beruhigt hast. Und wenn du auf deinem Bett liegst, „bringe Opfer der Gerechtigkeit und vertraue auf den Herrn” (Ps 4,6), und steh erst dann auf, wenn du sagen kannst: „Herr, du hast mir Freude in mein Herz gegeben” (Ps 4,8). Bis jetzt hatte ich Zorn im Herzen. Aber nun habe ich Freude.

Psalm 12 handelt vom Gebrauch der Zunge. Er beginnt mit der Aussage, dass die Frommen und Treuen immer weniger werden. Und dann spricht er in den nächsten drei Versen von der Zunge – Falschheit, Schmeichelei, Unaufrichtigkeit und Arroganz werden durch die Zunge zum Ausdruck gebracht. Ein Hauptkennzeichen eines gläubigen Menschen ist die Feinheit seiner Rede. Die Gottlosen aber sagen: „Unsere Lippen gehörten uns. Wir sagen, was wir wollen” (Ps 12,4). Der Mann, der seine Zunge unter Kontrolle hat, ist ein vollkommener Mann (Jak 3,2). Ein gottesfürchtiger Mann erkennt, dass ” die Worte des Herrn reine Worte sind, in irdenem Tiegel geschmolzenes Silber, siebenmal geläutert” (Ps 12,7). Also denkt er nach, bevor er spricht. Wenn er Zweifel hat, wirft er die Worte, die er sprechen wollte, wieder zurück in den Feuerofen seines Herzens und stellt sich einige Fragen: „Ist es notwendig, dass ich dies sage? Kann ich es freundlicher sagen? Spreche ich die Wahrheit? Spreche ich in Liebe?” usw. Dann entscheidet er, was er sagt und wie er es sagt. Und wenn er einen Brief schreibt, um jemanden zu korrigieren, wird er ihn, wenn nötig siebenmal neu schreiben, bevor er ihn abschickt.

quelle: hier

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